Rechtliches

Schwangerschaftsabbruch

Wenn Sie einen Schwangerschaftsabbruch erwägen, dann sind Sie nach dem Gesetz dazu verpflichtet, an einer Beratung in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle teilzunehmen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist der § 219 Strafgesetzbuch (StGB), in Verbindung mit dem Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz (SFHÄndG, 1995).

Die donum vitae Beratungsstelle Regionalverband Hohenzollern ist eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle nach § 219.

Auf Wunsch wird Ihnen ein Beratungsnachweis ausgestellt. Zwischen dem Ende der Beratung und einem möglichen Schwangerschaftsabbruch müssen drei Tage vergehen. In dieser Zeit können Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Ohne den Beratungsnachweis darf kein Arzt einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, es sei denn, die Gesundheit der Frau ist akut gefährdet.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist nach dem Schwangeren- und Familienhilfegesetz grundsätzlich rechtswidrig, bis zur 12. Schwangerschaftswoche jedoch straffrei.

Beratungsgespräch

Beim inhaltlichen Verlauf des Beratungsgesprächs halten sich die Beraterinnen an ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28.05.1993: "... Für die Festlegung des Inhalts der Beratung kann der Gesetzgeber davon ausgehen, dass Beratung nur dann eine Chance hat, das ungeborene menschliche Leben wirklich zu schützen, wenn sie ergebnisoffen geführt wird. Die Beraterinnen müssen sich von dem Bemühen leiten lassen, die Frau zur Fortsetzung ihrer Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen."